Ziel: Klimafreundliche Wärmeversorgung bis 2045

  • Eichwalde veröffentliche Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung
  • Analyse zeigt großes Potenzial für Wärmepumpen und energetische Sanierung
  • Der Kommunale Wärmeplan ist Grundlage für strategische Entscheidungen und langfristige Investitionssicherheit

Eichwalde, den 08. April 2026. Die Gemeinde Eichwalde hat gemeinsam mit dem externen Dienstleister, EWE NETZ, die Kommunale Wärmeplanung abgeschlossen. Am 24. März erfolgte in der 11. Gemeindevertretersitzung der einstimmige Beschluss. Der Kommunale Wärmeplan bildet die Grundlage für den langfristigen Umbau der lokalen Wärmeversorgung hin zur Treibhausgasneutralität 2045 – das Reduktionsziel der Bundesregierung – und zeigt konkrete Wege für eine nachhaltige und sichere Energiezukunft in Eichwalde auf.

Hoher Modernisierungsbedarf – Potenzial für Erneuerbare Energien

Die Bestandsanalyse zeigt deutlich: Über 60 Prozent der Gebäude in Eichwalde wurden vor 1949 errichtet und gehören häufig zu den niedrigen Energieeffizienzklassen F bis H. Zudem sind rund 41 Prozent der Heizungsanlagen älter als 20 Jahre, sodass viele Eigentümerinnen und Eigentümer in den kommenden Jahren vor einer Modernisierung stehen.

Auch der aktuelle Energiemix macht den Handlungsbedarf sichtbar: circa 87 Prozent der Gebäude werden heute mit fossilen Energieträgern beheizt. Um die Klimaziele zu erreichen, ist daher ein schrittweiser Umstieg auf erneuerbare Wärme notwendig.

Welche Möglichkeiten gibt es künftig für Eichwalde?

Die Analysen zeigen:

  • Ein großer Teil des Wärmebedarfs kann künftig über Wärmepumpen gedeckt werden, die für viele Gebäude in Eichwalde technisch geeignet sind.
  • Ergänzend wurden zwei Wärmenetzeignungsgebiete identifiziert – „Zentrum“ und „Bildungsstandort Stubenrauchstraße“ -, die aufgrund hoher Wärmeliniendichten und möglicher Ankerkunden für künftige Netze besonders interessant sind.
  • Durch energetische Sanierungen kann der Wärmebedarf der Gemeinde bis 2045 um etwa 39 Prozent sinken.

Martin Günther, Projektleiter bei EWE NETZ: „Unsere Analysen zeigen, dass Eichwalde gute Voraussetzungen hat, Schritt für Schritt auf klimafreundliche Wärme umzusteigen. Ob Wärmepumpe, Sanierung oder Wärmenetz – wir wollen eine Wärmeversorgung ermöglichen, die ökologisch sinnvoll, wirtschaftlich machbar und für die Menschen verlässlich ist.“

Was bedeutet das für die Bürgerinnen und Bürger?

Die Kommunale Wärmeplanung schreibt keine Heiztechnik vor, sie ist rechtlich unverbindlich. Sie zeigt vielmehr auf, welche Lösungen an welchen Standorten besonders geeignet sind – sei es ein späterer Anschluss an ein Wärmenetz oder ein individuelle Lösung wie die Wärmepumpe.

Die Ergebnisse helfen dabei, Investitionen besser planen zu können und geben Orientierung für kommende Entscheidungen.

Ansprechpartnerin: Klimaschutzmanagerin (A. Reinhard / U. Thieme)
Telefon: 030 67502-127
Mail:
Kontaktformular: https://klimaschutz.eichwalde.de/index.php/kontakt/

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